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... So die Charakterisierung durch Spiegel-Online. In dem heutigen Artikel "Die Beta-Blogger" stellt das Magazin einen Vergleich der deutschen und v. a. amerikanischen Blogger-Szene auf. Im Gegensatz zu
deutschen hätten amerikanische Blogger regelrechten Einfluß und Macht: Sie sähen sich selbst als "publizistische Schwergewichte" und 'zentralen Bestandteil der politischen
Landschaft'. Der Grund sei vor allem in der 'Voreingenommenheit' und einseitigen Berichterstattung der etablierten amerikanischen Massenmedien zu suchen, werden erfolgreiche US-Blogger
zitiert.
Wenn sich also nur wenige deutsche Blogger zu politischer Berichterstattung, Enthüllung und Meinungsäußerung animiert fühlen, mag das auch ein indirektes Lob an die Qualität der deutsche
Medienlandschaft sein, oder? Ich z. B. bin politisch einigermaßen interessiert, würde mir meine politischen Informationen jedoch nicht aus Blogs ziehen, sondern aus (Internet-)Zeitungen,
Radio und TV (wenn ich einen hätte). Das, worüber ich in Blogs an Politischem stolpere, ist in der Tat sehr einseitig, und, vor allem meist völlig ohne Angaben von stichhaltigen Argumenten oder
gar Quellen: Pure subjektive Meinungsäußerung, durchaus legitim und gelegentlich interessant, aber eben nicht zur Deckung des Informationsbedarfs tauglich.
Edit 0:20: Hoppsala! Der Spiegel-Artikel schlägt (wie zu erwarten) empörte Wellen in der Blogger-Szene, so z. B. hier und hier.
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